Berlin 1925. Die Stadt pulsiert unter dem Druck

der Hyperinflation, während Künstler, Politiker

und Gauner sich in einem wirren Tanz um Macht

und Überleben bewegen. In einer ehemaligen

Apotheke, nun als Notunterkunft für Obdachlose

genutzt, arbeitet Lina, eine Heilerin mit

ungewöhnlichen Kräften. Ihre Hände können

Schmerzen lindern, doch nicht die moralische

Verwesung ihrer Zeit.

Ein neuer Patient bringt sie an den Rand ihrer

Fähigkeiten: ein junger Journalist, der sich in

einen skandalösen Wettstreit verwickelt hat –

zwischen zwei Männern, die beide behaupten, sein

Vater zu sein. Der eine ist ein reicher

Industrielle, der den Journalismus kontrolliert;

der andere ein Kommunist, der die Pressefreiheit

verteidigt. Lina wird gezwungen, in dieses Spiel

einzutreten, als sie entdeckt, dass ihr eigener

Bruder in den Machtkämpfen untergegangen ist.

Die Gesellschaftskritik schlägt in ihr Werk ein,

als sie begreift, dass ihre Heilkunst nur

scheinbar das Leid mildert. Die Realität ist ein

Wettstreit um Macht, Wahrheit und Moral, in dem

niemand unversehrt bleibt. Ein Wettstreit, der

auch sie selbst auf die Knie zwingt.

Als die beiden Männer sich in einem öffentlichen

Duell begegnen, steigt die Spannung bis zum

Siedepunkt. Lina muss entscheiden: Will sie die

Wahrheit ans Licht bringen oder ihre eigenen

Wunden heilen? Sie wählt den Weg der

Intensivität – keine Flucht, keine Versöhnung,

sondern die direkte Konfrontation mit dem Chaos

ihrer Zeit.

Ihr letzter Akt ist kein Sieg, sondern eine

Explosion von Wahrheiten, die die Mauern ihres

Elends niederreißen. Die Stadt hält den Atem an,

als die Heilerin in die Mitte tritt, um das zu

tun, was niemand wagte: die Maske der Harmonie

zu zerreißen.