Der Beamte trägt den Namen Hanno Voss. Er sitzt
im Büro des Justizministeriums, wo er seit
Jahren die Akten der verlorenen Provinzen
verwaltet. Die Welt hat sich verändert. Nach dem
Zusammenbruch des Reiches ist die Antike nicht
mehr nur ein historischer Begriff, sondern ein
funktionierender Raum – ein geheimes Netzwerk
von Tempeln, Verwaltungsstellen und Geheimnissen,
das über die moderne Gesellschaft thront.
Hanno erhält einen Brief. Ein Antrag auf
Rücküberstellung eines antiken Rechtsverfahrens.
Die Akte trägt das Siegel des alten Kaisers. Er
lehnt ab. Doch die Antike reagiert. In der Nacht
zerstört ein Feuer die Archive des Ministeriums.
Hanno wird verdächtigt, die Sabotage zu planen.
Er flieht in die Stadt. Auf der Suche nach
Beweisen stößt er auf einen Archivar, der ihm
von einem verborgenen Ritual erzählt: Der
Opferbereitschaft des alten Roms. Wer daran
teilnimmt, wird zur Waffe für die Antike. Hanno
weigert sich. Doch die Antike nutzt seine
Familie als Druckmittel. Seine Tochter wird
entführt.
Er muss entscheiden. Entweder er opfert sich
selbst, oder er lässt die Antike weiterhandeln.
Die Regel ist klar: Wer die Antike betrügt, wird
durch sie vernichtet. Hanno wählt den Weg der
Widerstand. Er bringt die Akte ins Licht. Die
Antike erkennt ihn als Feind. Doch in der
letzten Stunde verlässt ihn sein Gehilfe. Der
Beamte, der ihm immer treu war, stellt sich ihm
in den Weg.
Die Antike gewinnt. Hanno wird verurteilt. Doch
seine Tochter bleibt frei. Die Regierung
schweigt. Die Antike hat ihre Macht bewiesen.
Und Hanno bleibt ein Name in den Akten – ein
Beispiel für den Preis der Opferbereitschaft.


