Im Schatten der antiken Tempelstadt, wo Gold und

Glaube im Staub zerbröckeln, lebt Lina als

Dienerin in einem alten Herrenhaus. Die Stadt

steht am Rand eines Krieges, doch die wahre

Gefahr steckt in den Geheimnissen des Hauses,

die durch einen verlorenen Siegelring entdeckt

werden. Der Ring trägt das Wappen eines

verbotenen Kults – der Männerversammlung, einer

Gruppe, die vor Jahren den Göttern zum Opfer

fiel.

Lina wird gezwungen, den Ring zu tragen, nachdem

ein Nachbar stirbt, dessen Leiche von seltsamen

Zeichen bedeckt ist. Sie folgt den Spuren in die

unterirdischen Gewölbe, wo die

Gesellschaftskritik in Form von

verschwörungsvollen Ritualen lebt. Dort trifft

sie auf den ehemaligen Priester Eros, der ihr

erklärt, dass der Ring sie zur Erbin des Kults

macht – eine Rolle, die sie nie gewählt hat.

Ein harter RegelnCode schützt den Kult: Niemand

darf die Versammlung ohne den Ring betreten, und

niemand darf den Namen des Gottes aussprechen,

sonst wird er zu Staub. Doch Lina bricht beide

Regeln, als sie den Namen flüstert, um sich

gegen Eros zu wehren, der sie zur nächsten

Opfergabe auserwählt hat. Die Mauern der Stadt

beben, als der Gott erwacht und die Erde sich

spaltet.

In der Konfrontation zwischen Lina und Eros, die

inmitten des Erdbebens stattfindet, wird der

Kult endgültig zerstört. Der Gott stirbt, aber

nicht bevor er Lina mit seinem letzten Atemzug

verflucht: Sie wird nie mehr allein sein. Die

Stadt bleibt, doch die Gesellschaftskritik, die

sie in sich trug, wird nun in ihrer Seele wohnen.

Tragisch, aber unvermeidlich.