Die Stadt Berlin 1925 atmet Verzweiflung und

Euphorie zugleich. Die Inflation zerstört

Familien, die Künste blühen in dunklen Kneipen.

Anna Weber, eine junge Frau von 23 Jahren, lebt

im Schatten ihrer Mutter, einer ehemaligen

Aristokratin, die ihr Vermögen verlor und sich

in ein Leben der Geheimnisse flüchtete.

Anna arbeitet als Journalistin für eine linke

Zeitschrift, die gegen die Machtlosigkeit der

Arbeiterklasse schreibt. Sie begibt sich in die

untersten Viertel Berlins, um Geschichten zu

sammeln – doch bei einem Besuch in der Wohnung

ihrer Mutter stößt sie auf ein Tagebuch, das

nicht ihrem Namen trägt. Die Handschrift ist

fremd, die Einträge voller Angst und Wut.

Immer wieder taucht der Name eines Mannes auf:

Reinhardt Klein, ein ehemaliger Bankier, der vor

zehn Jahren verschwand. Seine Familie behauptet,

er sei in den USA untergetaucht, doch Anna

findet Hinweise, dass er in Berlin geblieben ist.

Als sie ihn in einem Club aufspürt, wird sie von

ihm bedroht. Er weiß, wer sie ist – und was sie

sucht.

In der Nacht nach dem Treffen wird Anna von zwei

Männern überfallen. Sie entkommt, aber das

Tagebuch verschwindet. Doch die Spuren führen

sie zu einem verbotenen Labor in der Nähe des

Tempels, wo Versuche zur Manipulation der

Erinnerung stattfinden. Ihre Mutter war eine

Teilnehmerin an diesen Experimenten.

Als Anna die Wahrheit erfährt, wird sie von

ihrer Familie ausgestoßen. Der Machtverlust, den

sie immer bekämpft hat, trifft sie direkt. Sie

rennt in die Straßen Berlins, wo die Welt um sie

herum in Flammen steht – und weiß, dass nichts

mehr wie es war.

Ein letzter Brief bleibt zurück: „Wenn du dies

liest, bin ich tot. Aber du bist nicht mehr

allein.“