Der letzte Wald steht unter Flammen. Die Luft

riecht nach Asche und Ozon. Ein Mann mit einem

Messer aus Stahl und Erinnerung läuft durch die

Ruinen einer Stadt, die einst von Bäumen

überschattet war. Sein Name ist nicht wichtig.

Die Welt hat sich verändert. Nach dem

Zusammenbruch der Zivilisation haben sich die

Menschen in Schutzgebiete zurückgezogen, doch

die Natur hat sich nicht ergeben. Sie hat sich

neu erfunden. Bäume wachsen in Form von Waffen,

Wurzeln schlagen durch Beton, und die Luft trägt

Stimmen, die niemand versteht.

Der Mann folgt einer Spur, die nur er sieht: ein

Blatt, das sich selbst bewegt. Es flüstert ihm

zu, dass die alten Geister noch nicht

verschwunden sind. Er glaubt nicht an Magie,

aber er glaubt an die Wahrheit.

In einer Höhle unter den Trümmern findet er ein

Symbol – ein Zeichen, das die Naturmystik

beschützt. Es ist alt, aber lebendig. Die

Wandungen zittern, als er es berührt. Eine

Stimme sagt: „Du bist der letzte Treue.“

Er fragt nicht, was das bedeutet. Er rennt

weiter.

Ein anderer Mann, ein Jäger, folgt ihm. Er trägt

einen Helm mit Sichtschutz, aber sein Gesicht

ist verbrannt. Er will das Symbol für sich. Er

will die Macht, die darin steckt.

Der erste Mann kämpft nicht. Er läßt den Jäger

kommen. Als dieser näher kommt, zerspringt die

Höhle. Die Wände werden zur Schlange, die Zähne

klirren. Der Jäger stürzt in den Boden, der sich

öffnet.

Der Mann bleibt allein. Das Symbol glüht jetzt

in seiner Hand. Es ist kein Zauber, sondern ein

Schlüssel. Er weiß nicht, wohin es führt, aber

er weiß, dass er nicht zurückkehren kann.

Die Natur hat ihn gewählt. Nicht für Macht,

sondern für Vergebung.

Er geht in den Wald. Die Bäume beugen sich, als

er vorbeigeht. Die Stimmen verstummen.

Er wird nicht mehr derselbe sein. Aber er wird

leben.

Und irgendwo, in den Tiefen der Erde, erwacht

etwas anderes.