Der zynische Detektiv Emil Hartmann wird in

Berlin 1923 von einer mysteriösen Frau namens

Lotte in ein altes Herrenhaus bestellt. Sie

bietet ihm einen Lohn für eine Dienstleistung:

Die Rückkehr eines verlorenen Tagebuchs, das den

Namen ihres verstorbenen Bruders trägt. Hartmann

weigert sich zunächst, doch als er erfährt, dass

das Buch in einem verbotenen Labor unter dem

Haus versteckt ist, nimmt er den Auftrag an.

Im Labor entdeckt er nicht nur das Tagebuch,

sondern auch eine seltsame Uhr, deren Zeiger

rückwärts laufen. Ohne zu wissen, wie, berührt

er sie – und wird in eine andere Zeit

geschleudert. Er landet im Jahr 1919, kurz nach

dem Ende des Krieges. Die Straßen sind voller

Protestierender, Hyperinflation zerstört Werte,

und die Luft schmeckt nach Asche und Hoffnung.

In dieser Zeit trifft er auf eine junge

Künstlerin, Clara, die ihn in ihre Welt aus

Avantgarde und geheimen Treffen zieht. Doch bald

merkt er, dass Clara mit Lotte verwandt ist und

ihr eigenes Schicksal mit dem des verstorbenen

Bruders verknüpft ist. Eine geheime Vereinbarung,

die vor langer Zeit abgeschlossen wurde, könnte

alles ändern.

Hartmanns Zeitreise wird immer unkontrollierter.

Jeder Berührung mit der Uhr bringt ihn in eine

neue Epoche – manchmal Jahre zurück, manchmal in

die Zukunft. Doch jedes Mal verändert sich die

Welt um ihn herum: Politik, Technik, sogar das

Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Die Uhr

ist kein bloßes Objekt, sondern ein Mechanismus,

der die Struktur der Zeit selbst verändert.

Als er endlich zur Gegenwart zurückkehrt, hat

sich Berlin verändert. Die Hyperinflation ist

vorbei, aber die Trauer über den Krieg hängt

schwer. Lotte ist verschwunden, Clara ebenfalls.

Nur das Tagebuch bleibt, und darin steht ein

letzter Eintrag: „Sehnsucht ist der Preis, den

wir zahlen, wenn wir die Zeit manipulieren.“

Hartmann lässt das Buch fallen und verlässt das

Herrenhaus. Die Uhr bleibt zurück, still und

leer. In seiner Tasche trägt er nun ein Foto von

Clara – und in seinem Herzen, eine Leidenschaft,

die er nie mehr loslassen wird.