Im stillen Dorf Hinterhain, eingehüllt von den
ersten Herbstnebeln, wird ein geheimnisvoller
Brief an den Pfarrer überreicht. Er enthält
einen Plan, der die Wiedervereinigung des Landes
durch Sabotage der Eisenbahnlinien zu verhindern
droht. Die manipulative Verführerin Else Gruber,
eine ehemalige Lehrerin mit dunklem
Vergangenheitsgeheimnis, hat ihn geschrieben.
Sie will nicht nur die Macht der
Nachkriegsregierung untergraben, sondern auch
Rache für den Tod ihres Bruders, der im Krieg
gefallen ist.
Der Pfarrer, ein strenger Mann, der die Trauer
der Dorfbewohner um ihre verlorenen
Familienmitglieder noch immer spürt, weigert
sich zunächst, den Brief weiterzugeben. Doch
Else nutzt ihre charmante Ausstrahlung, um ihn
langsam in ihr Netz zu ziehen. Sie verspricht
ihm, den Schmerz seines verstorbenen Sohnes zu
lindern, wenn er ihr hilft.
In der Zwischenzeit bricht ein Unfall auf der
Bahnstrecke vor dem Dorf aus. Eine Lokomotive
gerät ins Schleudern, und drei Reisende sterben.
Die Dorfbewohner schreiben es einem Fluch zu,
doch der Pfarrer weiß, dass jemand absichtlich
die Gleise manipuliert hat. Als er Else dabei
ertappt, wie sie einen zweiten Brief in den
Postkasten wirft, erkennt er, dass die
Wiedervereinigung nicht bloß politisch, sondern
auch persönlich bedroht ist – denn Else hat
einen Geheimbund unter jungen Leuten gegründet,
die die Zukunft ihres Dorfes neu gestalten
wollen.
Die Stimmung wird bedrohlich, als der Pfarrer
sich zwischen dem Schutz seiner Gemeinde und der
Wahrheit entscheiden muss. Er entdeckt, dass
Else’ Vater ein führender Ingenieur der Bahn war,
der im Krieg gegen die Nazis kämpfte. Der Tod
ihres Bruders war kein Zufall – er wurde wegen
eines geheimen Informationsaustauschs ermordet.
Als Else den Pfarrer in einer abgelegenen Hütte
mit Gewehrschuss bedroht, zögert er nicht. Er
schießt, doch nicht auf sie, sondern auf die
Kiste, in der die nächsten Pläne zur Sabotage
verborgen sind. Die Dynamitfässer explodieren,
und die Eisenbahnlinie wird zerstört. Doch
diesmal nicht durch Sabotage – durch das
unerbittliche Ende einer Ideologie, die keine
Rettung mehr für die Menschen in Hinterhain
bietet.
Die Wiedervereinigung bleibt unausweichlich,
doch die Spuren der Manipulation bleiben. Die
Dorfbewohner haben gelernt, dass nicht nur die
Politik, sondern auch die Seelen der Menschen
zerbrechlich sind.


