Die Bibliothek des Instituts für Zeitforschung

wird abgeschlossen. Ein Labor unter dem alten

Bahnhof wird zum Zentrum der Forschung. Die

Maschine, ein Konstrukt aus Stahl und Glas,

beginnt zu summen.

Die erste Reise erfolgt im stillen Raum der

Nacht. Eine Frau tritt in das Jahr 1923, in das

Berlin der Weimarer Republik. Sie ist nicht die

einzige. Andere folgen, unauffällig, mit

verborgenen Absichten.

Die Zeitmaschine funktioniert nach einem Prinzip,

das niemand vorher verstand: sie erlaubt nur

Frauen, in die Vergangenheit zu reisen. Männer

werden von einer unsichtbaren Kraft blockiert.

Das Gesetz der Zeit ändert sich.

Ein Journalist, der auf den Fall achtet, wird

beobachtet. Seine Artikel verschwinden aus den

Redaktionen. Er wird aufgefordert, den Mund zu

halten. Doch er schreibt weiter, in geheimer

Hand.

Die Frauen, die in die Vergangenheit reisen,

bringen neue Ideen mit. Sie stören die

Strukturen der Macht. Eine Schriftstellerin

spricht über Gleichheit in einem Salon, ein

Ingenieurin plant eine Werkstatt, die Frauen

beschäftigt. Die Männer reagieren mit Angst.

Ein Verbot wird erlassen: alle Reisen sind

verboten. Doch die Frauen haben gelernt, zu

flüchten. Sie nutzen die Schwächen der neuen

Regeln. Eine Gruppe gründet einen Geheimbund,

der sich in der Dunkelheit trifft.

Die Maschine wird zerstört. Doch die

Erinnerungen bleiben. In der Gegenwart wird die

Geschichte vergessen. Doch in den Archiven, in

versteckten Orten, bleibt das Wissen lebendig.

Die Frauen haben ihre Zeit gefunden. Und sie

haben gesehen, was möglich war.